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Karl von Müller
Karl Friedrich Max von Müller ( - 16. Juni 1873 in Hannover; † 11. März 1923 in Braunschweig) war der letzte Kommandant des weltberühmten Kleinen Kreuzers Emden.
Emden
Karl von Müller, Sohn eines preußischen Offiziers, war Admiralstabsoffizier der Hochseeflotte vom 10. Juni 1912 bis September 1912. Bis zum April 1913 war er im Reichsmarineamt tätig und wurde danach im Mai 1913 zum Kommandanten des Kleinen Kreuzers S. M. S. Emden ernannt, damals Teil des Ostasiengeschwaders unter Konteradmiral Maximilian Graf von Spee.
Nach Beginn des 1. Weltkriegs führte v. Müller mit seinem Schiff Kreuzerkrieg im Indischen Ozean. Durch die Emden wurden in zwei Monaten 16 britische Handelsschiffe versenkt und weitere 7 Schiffe wurden aufgebracht. Weiterhin wurden Öllager in Madras (Indien) zerstört, der russische Kreuzer Schemtschug sowie der französische Torpedobootzerstörer Mosquet im Hafen von Penang (Malaysia) versenkt.
Bei dem Versuch, auf den Cocos-Inseln (Indischer Ozean) eine Kabelstation zu zerstören, wurde die Emden vom australischen Kreuzer Sydney überrascht und kampfunfähig geschossen. Die Emden wurde während des Gefechts auf den Strand gesetzt. 133 Seeleute der Emden wurden dabei getötet, 202 Männer gerieten in Gefangenschaft, darunter auch Karl von Müller (bis September 1918).
Am 1. Oktober 1918 wurde er zum Kapitän zur See befördert. Nach dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreiches im Jahre 1919 nahm er seinen Abschied von der Marine und zog zurück in seine Heimatstadt Blankenburg (Harz). Er trat der Deutschnationalen Partei bei und wurde Abgeordneter im braunschweigischen Landtag. Später heiratete er Jutta von Hanstein, die Tochter des Generals von Hanstein, und wurde Vater einer Tochter.
Trotz einer fiebrigen Erkältung fuhr im Februar 1923 zu einer wichtigen Landtagssitzung nach Braunschweig. Hier starb er dann an den Folgen einer Lungen- und Rippenfellentzündung. Karl v. Müller wurde auf dem Friedhof von Blankenburg/Harz beigesetzt. Sein Grab ist noch erhalten.
Weblinks
- [http://www.fregatte-emden.de/dieschiffe/emdeni/berichtandenkaiser.html Bericht von Karl von Müller an Kaiser Wilhelm II.]
Müller, Karl von
Müller, Karl von
Müller, Karl von
Müller, Karl von
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16. Juni
Der 16. Juni ist der 167. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 168. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 198 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 334 v. Chr. - Alexander der Große durchschlägt den Knoten des phrygischen Königs Gordios (Gordischer Knoten).
- 1746 - Schlacht bei Piacenza, Italien. Im Österreichischen Erbfolgekrieg besiegen die Österreicher eine französisch-spanische Armee.
- 1815 - Schlacht bei Ligny, Belgien. Napoleons letzter Sieg: Die Franzosen schlagen die Preußen unter Blücher, Napoleon kann die preußische Armee jedoch nicht völlig vernichten, was zwei Tage später in Waterloo fatale Folgen haben wird.
- 1891 - Kanada. John Abott wird neuer Premierminister.
- 1900 - Deutschland. Der Elbe-Trave-Kanal (heute Elbe-Lübeck-Kanal) wird für den Schiffsverkehr freigegeben.
- Am 16.6.1904 spielt der berühmte Roman von James Joyce Ulysses (Roman). Wegen dessen Hauptfigur Leopold Bloom wird der 16.6. auch Bloomsday genannt.
- 1961 - Auf dem Pariser Flughafen bittet der russische Balett-Star Rudolf Nurejew um politisches Asyl.
- 1963 - Auf dem Kosmodrom in Baikonur in Kasachstan startet Walentina Wladimirowna Tereschkowa (Walja) mit dem Raumschiff "Wostok 6" als erste Frau ins Weltall.
- 1972 - Bei einem Einbruch in das Wahlkampfbüro der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington werden fünf Männer gefaßt.
- 1976 - In der südafrikanischen Stadt Soweto wird eine Schüler- und Studentendemonstration gewaltsam von Polizei und Militär niedergeschlagen, es gibt 566 Tote. Heute erinnert das Hector Peterson Memorial an dieses Ereignis, das den Beginn von weitreichenden Rassenunruhen im Land darstellt.
- 1977 - Leonid Breschnew wird Staatsoberhaupt der UdSSR.
- 1993 - Parlamentswahlen in Madagaskar
- 1999 - Das japanische Gesundheitsministerium genehmigt den Verkauf der Antibabypille.
- 2001 - Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1816 - Uraufführung der Operette Hans Max Giesbrecht von der Humpenburg oder Die neue Ritterzeit von Peter Joseph von Lindpaintner in München.
- 1848 - Uraufführung der Oper L'Apparition von François Benoist in Paris
- 1967 - Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte.
Religion
- 1955 - Papst Pius XII. exkommuniziert Juan Perón.
- 2002 - Pater Pio wird durch Johannes Paul II. in Rom (Italien) heilig gesprochen.
Katastrophen
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1139 - Konoe, 76. Kaiser von Japan (1142 - 1155)
- 1239 - Eduard I., König von England
- 1644 - Henrietta Anne Stuart, französische Herzogin
- 1671 - Johann Christoph Bach d.J., Bruder des Komponisten Johann Sebastian Bach
- 1752 - Salawat Julajew, baschkirischer Freiheitskämpfer und Dichter, Nationalheld
- 1762 - Carl Christian Agthe, deutscher Komponist und Organist
- 1784 - Benedictus Gotthelf Teubner, Buchhändler, Verlagsgründer
- 1792 - Thomas Livingstone Mitchell, britischer Forscher
- 1801 - Julius Plücker, deutscher Mathematiker und Physiker
- 1837 - Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph
- 1838 - Otto Galama Houtrouw, Reformierter Theologe und Heimatforscher
- 1840 - Ernst Otto Schlick, deutscher Schiffbau-Ingenieur
- 1854 - Hugo Thimig, deutscher Schauspieler und Regisseur in Österreich
- 1858 - Gustav V., König von Schweden von 1907 bis 1950
- 1863 - Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker
- 1863 - Paul Vidal, französischer Komponist
- 1867 - Konstantin D. Balmont, sowjetischer Lyriker
- 1873 - Karl von Müller, Kommandant des weltberühmten Kleinen Kreuzers »Emden«
- 1880 - Alice Bailey, britische Schriftstellerin
- 1881 - Natalija Sergejewna Gontscharowa, russisch-französische Malerin
- 1888 - Alexander Alexandrowitsch Friedmann, russischer Physiker und Mathematiker
- 1890 - Stan Laurel, englischer Komiker und Filmschauspieler
- 1892 - Axel de Vries, deutscher Politiker
- 1896 - Karl Rüdiger, deutscher Politiker
- 1897 - Georg Wittig, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger
- 1901 - Conrad Beck, schweizerischer Komponist
- 1902 - Barbara McClintock, US-amerikanische Genetikerin und Nobelpreisträgerin
- 1902 - Boris Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1902 - Boris Wassiljewitsch Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1902 - George Gaylord Simpson, US-amerikanischer Biologe, Zoologe, Paläontologe
- 1908 - Hans Jakob, deutscher Fußballspieler
- 1908 - Sarit Dhanarajata, thailändischer Genaral, Politiker und Premierminister von Thailand
- 1909 - Werner Naumann, deutscher Nationalsozialist, Staatssekretär im Reichsministerium
- 1909 - Willi Boskovsky, österreichischer Geiger und Dirigent
- 1911 - Georg Meistermann, deutscher Maler
- 1912 - Willibald Schmaus, deutscher und österreichischer Fußballspieler
- 1915 - Marga Faulstich, deutsche Glaschemikerin
- 1917 - Pawel Alexandrowitsch Solowjow, Sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- 1921 - Gustav Just, Journalist in der DDR
- 1922 - Irma Tübler, deutscher Politiker und MdB
- 1924 - Adam Hanuszkiewicz, polnischer Theaterregisseur
- 1925 - Otto Muehl, österreichischer Aktionskünstler
- 1927 - Herbert Lichtenfeld, deutscher Drehbuchautor
- 1930 - Vilmos Zsigmond, ungarisch-amerikanischer Kameramann
- 1934 - William F. Sharpe, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1935 - Jim Dine, US-amerikanischer Maler
- 1936 - Anthony Olubunmi Okogie, Erzbischof von Lagos, Nigeria
- 1937 - Eric Segal, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1937 - Hannelore Mensch, Ministerin für Arbeit und Löhne der DDR
- 1937 - Simeon Sakskoburggotski, bulgarischer Politiker
- 1938 - Joyce Carol Oates, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1939 - Billy Craddock, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Heinz Tesar, Österreichischer Architekt
- 1940 - Lamont Dozier, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - John Rostill, britischer Musiker
- 1942 - Walter Schwimmer, österreichischer Politiker, Generalsekretär des Europarats
- 1943 - Alfred Grimm, deutscher Objektkünstler, Maler und Zeichner
- 1945 - Peter Hoorelbeke, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Ian Matthews, britischer Sänger
- 1947 - Günther Kaufmann, Schauspieler
- 1947 - -minu, schweizerischer Autor
- 1950 - Klaus Lage, deutscher Musiker
- 1951 - Sonia Braga, brasilianische Schauspielerin
- 1952 - Gino Vannelli, kanadischer Sänger
- 1953 - Malcolm Paul Mortimer, britischer Musiker
- 1961 - Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 1962 - Ines Kirsten Nora Kimmritz, berliner Gartenkünstlerin
- 1964 - Nino Burdschanadse, georgische Parlamentspräsidentin und Staatspräsidentin
- 1966 - Jan Zelezny, tschechischer Leichtathlet
- 1967 - Jürgen Klopp, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1971 - Tupac Shakur, US-amerikanischer Rapper
- 1978 - Daniel Brühl, deutscher Schauspieler
- 1980 - Sibel Kekilli, deutsche Filmschauspielerin
- 1984 - Rick Nash, kanadischer Eishockeyspieler
Gestorben
Rick Nash
- 956 - Hugo der Große, Herzog der Franken
- 1047 - Poppo von Babenberg, Erzbischof des Erzbistums Trier
- 1106 - Benno von Meißen, Heiliger, Bischof von Meißen
- 1216 - Innozenz III., Papst ab 1198
- 1464 - Rogier van der Weyden, belgischer Maler
- 1574 - Caspar Pfreund, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg
- 1626 - Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel, Feldherr der Protestantischen Union
- 1662 - Alfonso IV. d'Este, Herzog von Modena und Reggio
- 1671 - Stenka Rasin, russischer Ataman der Don-Kosaken
- 1722 - John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, englischer Feldherr im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1804 - Johann Adam Hiller, Komponist, Musikschriftsteller und Kapellmeister
- 1815 - Friedrich Wilhelm von Braunschweig, deutscher Heerführer der napoleonischen Kriege
- 1831 - Joseph Ignaz Schnabel, Komponist und Domkapellmeister zu Breslau
- 1894 - Valérie de Gasparin, schweizerische Schriftstellerin
- 1900 - François d'Orléans, französischer Admiral
- 1902 - Ernst Schröder, deutscher Mathematiker und Logiker
- 1905 – Johann Gottfried Steffan, Schweizer Landschaftsmaler
- 1922 - Karl Blasel, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1940 - Arthur Harden, britischer Chemiker
- 1943 - Sigrid Onegin, deutscher Opern- und Konzertsängerin
- 1944 - Marc Bloch, französischer Historiker
- 1945 - Aris Velouchiotis, Führer der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS
- 1945 - Nikolai Erastowitsch Bersarin, erster sowjetischer Stadtkommandant von Berlin
- 1948 - Louis Brillouin, französischer Physiker
- 1958 - Imre Nagy, ungarischer Politiker und Agrarökonom
- 1963 - John Whiting, britischer Dramatiker
- 1965 - Louis Biester, deutscher Politiker
- 1970 - Lonnie Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1973 - Karl Hamann, deutscher Politiker, Handelsminister der DDR
- 1976 - Reinhard Raffalt, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1976 - Hector Peterson, südafrikanischer Schüler
- 1977 - Werner Eggerath, deutscher Schriftsteller und Ministerpräsident von Thüringen
- 1977 - Wernher von Braun, deutscher-US-amerikanischer Raketentechniker und Raumfahrtpionier
- 1979 - Liselotte Welskopf-Henrich, deutsche Schriftstellerin und Historikerin
- 1979 - Nicholas Ray, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1982 - James Honeyman-Scott, britischer Musiker
- 1986 - Maurice Duruflé, französischer Komponist
- 1990 - Ruedi Walter, schweizerischer Volksschauspieler und Kabarettist
- 1994 - Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologe
- 1994 - Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer
- 1994 - Kristen Pfaff, Bassistin der US-amerikanischen Band Hole
- 2003 - Enrico Baj, italienischer Maler, Bildhauer und Kunsttheoretiker
- 2003 - Georg Henrik von Wright, finnischer Philosoph
- 2003 - Peter William Redgrove, britischer Schriftsteller
- 2004 - Ghazi Talabani, Sicherheitschef der irakischen Northern Oil Company
- 2004 - Günther Beitzke, deutscher Rechtswissenschftler
- 2004 - Lothar Fischer, deutscher Bildhauer
- 2004 - Thanom Kittikachorn, thailändischer General und Politiker
- 2004 - Ursula Lillig, Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Bloomsday in Irland
- Youth Day in Südafrika (siehe Ereignisse, 1976)
- Kirchenjahr: Gedenktag des Benno von Meißen
Siehe auch
- 15. Juni - 17. Juni
- 16. Mai - 16. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
- Leichtathletik-Weltrekorde
0616
ja:6月16日
ko:6월 16일
simple:June 16
th:16 มิถุนายน
1873
- 1. April: Bei der Strandung des britischen Passagierdampfers Atlantic in der Nähe von Halifax sterben 535 von 957 Menschen an Bord, darunter alle Frauen und alle bis auf ein Kind
- Mai: Wiener Börsenkrach, Beginn der Großen Depression
- 11. Mai: Erlass der preußischen Maigesetze
- 20. Mai: Jeans in den USA patentiert
- 9. Juli: Unterzeichnung des deutschen Münzgesetzes durch Kaiser Wilhelm I., die erste deutsche Währungsunion
- 30. August: Die Österreicher Julius von Payer und Carl Weyprecht entdecken die Inselgruppe Franz-Josef-Land im Nordpolarmeer
- Im September erreicht Nikolai Michailowitsch Prschewalski Ulan-Bator und beendet damit seine dreijährigen Zentralasienexpedition
- 1. Oktober: Zwischen Berlin und Ostende verkehrt der erste Schlafwagen in Deutschland
- 28. Oktober: Die Berliner Börse erlebt den größten Kurssturz ihrer bisherigen Geschichte
- 20. November - Ungarns Hauptstadt Budapest entsteht durch Zusammenlegung der Städte Buda, Óbuda und Pest.
- Steuerreform in Japan unter Meiji Tenno beraubt den Kriegerstand der Samurai ihrer ökonomischen Grundlage
- Vorstellung des ersten brauchbaren Stacheldrahts in De Kalb, Illinois
- Camillo Golgi gelingt ein Färbeverfahren, das Nervenzellen sichtbar macht
Politik
- 11. Februar: Ende der spanischen Monarchie durch Abdankung des Königs Amadeus von Spanien
- 12. Februar: Ausrufung der ersten spanische Republik durch die Nationalvertretung (Cortés)
- 22. Oktober: Dreikaiserabkommen (Dt. Reich, Österreich-Ungarn, Russland)
Kultur
- 13. Januar: Uraufführung der Oper Mainacht (Orig.: Maiskaja Notsch) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Hofoper in Sankt Petersburg
- 1. Januar: Leon Czolgosz, Attentäter († 1901)
- 2. Januar: Anton Pannekoek, holländischer Astronom und marxistischer Theoretiker († 1960)
- 2. Januar: Therese von Lisieux, französische Karmelitin und Heilige († 1897)
- 5. Januar: Theodor Spitta, deutscher Politiker († 1969)
- 6. Januar: Karl Straube, Organist und Chorleiter († 1950)
- 9. Januar: Chaim Nachman Bialik, Dichter, Autor und Journalist († 1934)
- 9. Januar: John Flanagan, irischer Auswanderer und New-Yorker Leichtathlet († 1938)
- 12. Januar: Spyridon Louis, griechischer Leichtathlet († 1940)
- 13. Januar: Walther Bensemann, deutscher Fußballpionier († 1934)
- 15. Januar: Max Adler, österreichischer Soziologe († 1905)
- 19. Januar: Dr. Owlglass, deutscher Arzt, Schriftsteller und Lyriker († 1945)
- 20. Januar: Johannes Vilhelm Jensen, dänischer Schriftsteller und Nobelpreisträger († 1950)
- 28. Januar: Colette, französische Schriftstellerin und Journalistin, († 1954)
- 28. Januar: Sidonie Gabrielle Colette, französische Schriftstellerin, Kabarettistin und Journalistin († 1954)
- 31. Januar: Melitta Bentz, Erfinderin des Kaffeefilters († 1950)
- 2. Februar: Konstantin Freiherr von Neurath, deutscher Außenminister und Reichsprotektor in Böhmen und Mähren († 1956)
- 2. Februar: Leo Fall, Komponist, Kapellmeister († 1925)
- 3. Februar: Karl Jatho, deutscher Flugpionier († 1933)
- 10. Februar: Egon Schweidler, Physiker († 1948)
- 11. Februar: Rudolf Hans Bartsch, österreichischer Schriftsteller († 1952)
- 11. Februar: Georg Hirschfeld, deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft († 1942)
- 13. Februar: Fjodor Iwanowitsch Schaljapin, russischer Opernsänger († 1938)
- 15. Februar: Gaspar Agüero y Barreras, kubanischer Komponist und Pianist († 1951)
- 15. Februar: Hans Karl August Simon von Euler-Chelpin, deutsch-schwedischer Chemiker, Nobelpreisträger († 1964)
- 23. Februar: Hansi, elsässischer Grafiker und Heimatforscher († 1951)
- 23. Februar: Jean-Jacques Waltz, elsässischer Grafiker und Heimatforscher († 1951)
- 26. Februar: Johann Schütte, deutscher Luftschiffpionier
- 27. Februar: Enrico Caruso, italienischer Opernsänger († 1921)
- 10. März: Jakob Wassermann, deutschsprachiger Schriftsteller († 1934)
- 13. März: Georg Demmler, deutscher Architekt, Sportler und Sportfunktionär († 1931)
- 13. März: Amédée Henri Gustave Noël Gastoué, französischer Musikwissenschaftler und Komponist († 1943)
- 17. März: Wilhelm Kreis, deutscher Architekt († 1955)
- 19. März: Max Reger, deutscher Komponist und Organist († 1916)
- 22. März: Ole Hjellemo, norwegischer Komponist († 1938)
- 25. März: Rudolf Rocker, Autor, Historiker und Anarchosyndikalist († 1958)
- 29. März: Tullio Levi-Civita, italienischer Mathematiker († 1941)
- 1. April: Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, russischer Pianist, Komponist und Dirigent († 1943)
- 1. April: Sergej Rachmaninow, russischer Pianist, Komponist und Dirigent († 1943)
- 8. April: Heinrich Dubbel, Professor des Maschinenbaus († 1947)
- 8. April: Wilhelm Paulcke, deutscher Geologe und Lawinenforscher. († 1949)
- 19. April: Alexander Dominicus, liberaler Politiker († 1945)
- 19. April: Konstantin Nikolajewitsch Igumnow, russischer Komponist und Klaviervirtuose († 1948)
- 20. April: Wojciech Korfanty, MdR, polnischer Ministerpräsident, Nationalist und Freischärler († 1939)
- 23. April: Arnold van Gennep, französischer Ethnologe († 1905)
- 24. April: Theodor Körner (Bundespräsident), österreichischer Bundespräsident († 1957)
- 27. April: Robert Wiene, deutscher Regisseur († 1938)
- 4. Mai: Julius Seyler, deutscher Maler und Sportler († 1955)
- 9. Mai: Howard Carter, britischer Archäologe bzw. Ägyptologe († 1939)
- 10. Mai: Richard Wilhelm, deutschsprachiger Sinologe († 1930)
- 15. Mai: Nikolai Nikolajewitsch Tscherepnin, russischer Komponist († 1945)
- 15. Mai: Pawlo Skoropadskyj, ukrainischer Politiker († 1945)
- 17. Mai: Henri Barbusse, französischer Politiker und Schriftsteller († 1935)
- 21. Mai: Hans Berger, deutscher Neurologe und Psychiater († 1941)
- 23. Mai: Leo Baeck, Rabbiner und Vertreter des liberalen Judentums († 1956)
- 26. Mai: Olaf Gulbransson, Maler, Zeichner und Karikaturist († 1958)
- 3. Juni: Otto Loewi, österreichisch-amerikanischer Physiologe († 1961)
- 9. Juni: Alfred Auerbach, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1954)
- 16. Juni: Karl von Müller, Kommandant des kleinen Kreuzers „Emden“
- 28. Juni: Alexis Carrel, französischer Chirurg und Nobelpreisträger († 1944)
- 29. Juni: Leo Frobenius, deutscher Ethnologen († 1938)
- 30. Juni: Johannes Meisenheimer, deutscher Zoologe († 1933)
- 6. Juli: Paul Keller, schlesischer Publizist und Schriftsteller († 1932)
- 8. Juli: Carl Vaugoin, österreichischer Politiker († 1949)
- 11. Juli: Louis Pinck, deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler († 1940)
- 12. Juli: Rudolf Nadolny, deutscher Diplomat († 1953)
- 20. Juli: Alberto Santos-Dumont, brasilianischer Luftschiffer und Flugpionier († 1932)
- 28. Juli: Hugo Reichenberger, deutscher Dirigent und Komponist († 1938)
- 11. August: Hans Goltz, deutscher Kunsthändler († 1927)
- 18. August: Leo Slezak, populärer Opernsänger und Schauspieler († 1946)
- 20. August: Eugen Schmalenbach, deutscher Betriebswirt († 1955)
- 22. August: Alexander Alexandrowitsch Bogdanow, russischer Philosoph, Ökonom, Soziologe und Arzt († 1928)
- 8. September: Alfred Jarry, französischer Schriftsteller († 1907)
- 9. September: Max Reinhardt, österreichisch-jüdischer Theaterregisseur († 1943)
- 10. September: Alexander Beer, Architekt und Gemeindebaumeister in Berlin († 1944)
- 12. September: Gertrud Bäumer, deutsche Frauenrechtlerin und Politikerin († 1954)
- 15. September: Otto Wels, deutscher Politiker († 1939)
- 19. September: Rudolf Charousek, ungarischer Schachmeister († 1900)
- 20. September: Ferenc Szisz, französisch-ungarischer Rennfahrer († 1944)
- 3. Oktober: Wjatscheslaw Jakowlewitsch Schischkow, russischer Schriftsteller. († 1945)
- 5. Oktober: Otto Falckenberg, deutscher Regisseur, Theaterleiter und Schriftsteller († 1947)
- 8. Oktober: Ejnar Hertzsprung, dänischer Astronom († 1967)
- 9. Oktober: Carl Flesch, ungarischer Violinist und Violinlehrer († 1944)
- 9. Oktober: Karl Schwarzschild, deutscher Astronom und Physiker († 1916)
- 14. Oktober: Raymond Ewry, US-amerikanischer Leichtathlet († 1937)
- 17. Oktober: Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller († 1955)
- 24. Oktober: Jules Rimet, Präsident der FIFA († 1956)
- 30. Oktober: Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär und Staatspräsident († 1913)
- 2. November: Gottfried Hinze, Fußball-Funktionär († 1953)
- 5. November: Edwin Flack, Teilnehmer der ersten olympischen Sommerspiele 1896 († 1935)
- 9. November: Fritz Thyssen, deutscher Unternehmer († 1951)
- 9. November: Otfrid Foerster, deutscher Neurowissenschaftler († 1941)
- 10. November: Henri Rabaud, französischer Komponist († 1949)
- 11. November: George Edward Moore, englischer Philosoph († 1958)
- 16. November: W. C. Handy, US-amerikanischer Blues-Komponist († 1958)
- 19. November: Elizabeth McCombs, neuseeländische Politikerin und die erste Frau im Parlament († 1935)
- 20. November: Daniel Gregory Mason, US-amerikanischer Komponist († 1953)
- 24. November: Fritz Hardt, Unternehmer im Bergischen Land († 1959)
- 24. November: Julius Martow, russischer Politiker († 1923)
- 25. November: Leo Katzenberger, deutsch-jüdischer Geschäftsmann († 1942)
- 28. November: Joseph Schnetz, österreichischer Philologe († 1952)
- 1. Dezember: Wiktor Michailowitsch Tschernow, russischer Politiker († 1952)
- 8. Dezember: Quincas Laranjeiras, brasilianischer Gitarrist und Komponist († 1935)
- 13. Dezember: Cesare Orsenigo, apostolischer Nuntius in Deutschland († 1946)
- 14. Dezember: Joseph Jongen, belgischer Komponist und Organist († 1953)
- 16. Dezember: Robert Leinert, deutscher Politiker († 1940)
- 17. Dezember: Ford Madox Ford, Englischer Schriftsteller († 1939)
- 21. Dezember: Blagoje Bersa, kroatischer Komponist († 1934)
- 22. Dezember: Carl Kraemer, deutscher Tierschützer († 1951)
- 9. Januar: Napoleon III., französischer Politiker ( - 1809)
- 18. Januar: Edward Bulwer-Lytton, Romandichter ( - 1803)
- 24. Januar: Johann Friedrich Christoph Bauer, deutscher Politiker ( - 1803)
- 27. Januar: Adam Sedgwick, britischer Begründer der modernen Geologie ( - 1785)
- 1. Februar: Matthew Fontaine Maury, US-amerikanischer Marineoffizier und Hydrograph ( - 1806)
- 30. März: Benedict Augustin Morel, französischer Psychiater ( - 1809)
- 31. März: Wilhelm Stern, deutscher Pädagoge ( - 1792)
- 18. April: Justus von Liebig, deutscher Chemiker ( - 1803)
- 23. April: Wolfgang Menzel, deutscher Dichter der Spätromantik ( - 1798)
- 1. Mai: David Livingstone, schottischer Afrikaforscher ( - 1813)
- 8. Mai: John Stuart Mill, englischer Philosoph und Ökonom ( - 1806)
- 15. Mai: Alexandru Ioan Cuza, Gründer und Fürst von Rumänien ( - 1820)
- 22. Mai: Alessandro Manzoni, italienischer Schriftsteller ( - 1785)
- 6. Juni: Adalbert von Preußen, preußischer Prinz ( - 1811)
- 14. Juni: Friedrich von Raumer, deutscher Historiker ( - 1781)
- 26. Juni: Friedrich Schüler, Jurist und demokratischer Politiker ( - 1791)
- 5. Juli: Giovanni Carnovali, italienischer Maler ( - 1804)
- 15. Juli: Fjodor Iwanowitsch Tjutschew, russischer Dichter ( - 1803)
- 4. August: Viktor Alexandrowitsch Hartmann, russischer Architekt, Bildhauer und Maler ( - 1834)
- 26. August: Carl Wilhelm, deutscher Chorleiter ( - 1815)
- 29. August: Hermann Hankel, deutscher Mathematiker ( - 1839)
- 19. September: Giambattista Donati, italienischer Astronom ( - 1826)
- 19. September: Jean Victor Coste, Naturforscher ( - 1807)
- 22. September: August Breithaupt, deutscher Mineraloge ( - 1791)
- 22. September: Friedrich Frey-Herosé, Schweizer Politiker ( - 1801)
- 26. September: Roderich Benedix, deutscher Schauspieler, Theaterleiter und Stückeschreiber ( - 1811)
- 6. Oktober: Fjodor Alexandrowitsch Wassiljew, russischer Maler ( - 1850)
- 6. Oktober: Friedrich Wieck, Musiker und Musikpädagoge ( - 1785)
- 17. Oktober: Franz Duschek, Finanzminister während der ungarischen Revolution ( - 1797)
- 29. Oktober: Johann I. (Sachsen), deutscher Politiker ( - 1801)
- 26. November: Carl Friedrich Naumann, deutscher Geologe und Kristallograph ( - 1797)
- 28. November: Otto Unverdorben, Kaufmann und Apotheker, entdeckte den Farbstoff Anilin ( - 1806)
- 6. Dezember: Peter Rigler, Wiederbegründer des Deutschen Ordens ( - 1796)
- 14. Dezember: Elisabeth Ludovika (Bayern), Königin von Preußen ( - 1801)
- 14. Dezember: Louis Agassiz, US-amerikanischer Zoologe und Geologe ( - 1807)
- 16. Dezember: Nino Bixio, italienischer Freiheitskämpder ( - 1821)
- 24. Dezember: Johns Hopkins, US-amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop ( - 1795)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Paul Cérésole, Bundespräsident der Schweiz, (1873)
ko:1873년
simple:1873
Hannover
Hannover [] ist die Hauptstadt des 1946 neu gebildeten Landes Niedersachsen. Mit rund 515.800 Einwohnern ist Hannover zugleich die größte Stadt des Landes sowie eines seiner Oberzentren. Hannover ist außerdem Sitz der Region Hannover - einer Gebietskörperschaft besonderen Rechts. Des Weiteren ist Hannover der Standort mehrerer Hochschulen sowie ein wichtiges Industrie-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Mit der CeBIT und der Hannover-Messe finden jährlich weltweit beachtete Messen statt. Im November jeden ungeraden Jahres findet mit der Agritechnica die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik statt. Im Jahr 2000 war Hannover Gastgeber der Weltausstellung (Expo 2000). Mit dem Schützenfest Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt.
Die Stadt Hannover ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Die englische Schreibweise Hannovers ist Hanover, die französische Hanovre. Das deutschsprachige Eigenschaftswort zu Hannover heißt hannoversch oder hannöversch, nicht jedoch (wie häufig zu hören) hannoveraner. Als Hannoveraner werden die Einwohner Hannovers, aber auch eine Pferderasse, die Hannoveraner bezeichnet.
Weltweit gibt es ca. 117 Orte, Buchten, Inseln, Dörfer und Städte mit diesem Namen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise.
Geografie
Hannoveraner
Hannover liegt im Tal der Leine, an dessen schmalster Stelle am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. Im Stadtgebiet mündet die Ihme in die Leine. Im Westen der Stadt grenzen die Ausläufer des Weserberglandes, im Norden die Ausläufer der Lüneburger Heide an das Stadtgebiet.
Die nächstgelegenen Großstädte sind Bremen, etwa 120 km nordwestlich, Hamburg, etwa 132 km nördlich, Dortmund, etwa 181 km südwestlich, Berlin, etwa 250 km östlich und Kassel, etwa 160 km südlich von Hannover. Großstädte in unmittelbarer Nachbarschaft sind Hildesheim, etwa 25 km südlich und Braunschweig, etwa 50 km östlich.
Die höchste natürliche Erhebung des Stadtgebiets ist der am äußersten Südostrand der Stadt gelegene Kronsberg mit 118,2 m. Einzige bedeutende Erhebung im echten Stadtgebiet ist der Lindener Berg, auf dem die Sternwarte der Stadt und diverse Freizeiteinrichtungen untergebracht sind. Hannovers Entfernung bis zur Nordsee beträgt 160 km, zur Ostsee 200 km und zum Harz 70 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover:
Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze, Garbsen.
Stadtgliederung
Hannovers Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke und 51 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord. Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Klimadaten
Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C und es fallen 661 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden.
[http://www.wetteronline.de/Niedersachsen/Hannover.htm Link zu weiteren Wetterdaten für Hannover]
Geschichte
Hannover entstand aus einem am Leineufer gelegenen mittelalterlichen Dorf. Die Abstammung des Stadtnamens ist bis heute umstritten. Der erste hannoversche Chronist Johann Ulrich Grupen und der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz sahen den Namen Hannover als Ableitung von dem "hohen Ufer" an der Leine. Heute hält die Mehrheit der Historiker diese Interpretation für falsch. Sie geht davon aus, dass der Name aus dem Altsächsischen stammt und für "Schilfufer" steht. Begründet wird diese Interpretation damit, dass Hannover an einer Furt, also einer besonders flachen Stelle der Leine entstand. Ein hohes Ufer hätte diesen Verkehrsknotenpunkt kaum ermöglicht, zudem beweisen aktuelle Ausgrabungen, dass die Uferhöhe damals mindestens 3 Meter tiefer war als heute und damit kaum von einem hohen Ufer gesprochen werden kann.
Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um 1150 im Hildesheimer "Miracula Sancti Bernwardi" erwähnt. 1241 erhält Hannover das Stadtprivileg und im 14. Jahrhundert erlebte Hannover wirtschaftlich eine erste Blütezeit. Während des Dreißigjährigen Krieges macht Herzog Georg von Calenberg 1636 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild. Hierzu zählen unter anderem das Stadtschloss, die Sommerresidenz Herrenhausen und die Oper. Mit der Besteigung des englischen Throns als Georg I. durch den Kurfürsten Georg Ludwig im Jahr 1714 wurde das vom Adel geprägte gesellschaftliche Leben der Stadt allmählich von einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft abgelöst. In jenen Zeiten war Hannover eine englische Kolonie, die von der englischen Königin regiert wurde. Noch heute kann man die vergoldete Kutsche der Queen im Historischem Museum bewundern.
Verwaltungsmäßig war Hannover eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz der "Landdrostei Hannover", einem Verwaltungsbezirk, aus dem später der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. 1859 wurde das Amt Langenhagen eingegliedert.
1859
Mit der von Preußen erzwungenen Kapitulation des Königreichs Hannover 1866 – zwei Tage nach der Schlacht von Langensalza, aus der Hannover zunächst als Sieger hervorgegangen war – wurde die Stadt zur Hauptstadt einer gleichnamigen preußischen Provinz.
Um 1873 überstieg die Einwohnerzahl die Grenze von 100'000. 1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstanden Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover entstandenen Regierungsbezirks Hannover. In den 1920er Jahren wurde der Landkreis Hannover um den Landkreis Linden vergrößert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt Hannovers stark zerstört, so blieb die Aegidienkirche als Ruine und Mahnmal stehen. Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht setzte ein heute wie damals umstrittenes Modell von breiten Individualverkehrstangenten um die Innenstadt durch. Der Autoverkehr kann seitdem fließen, aber der Bau dieser Straßen führte zu einer zweiten Zerstörungswelle und noch heute wirken sie wie Wunden im Stadtkörper. Ganze Stadtteile sind seitdem von der Innenstadt abgeschnitten (Calenberger Neustadt, List). In der Nachkriegszeit wurde Hannover als "Vorreiter" der modernen Kunst und Architektur berühmt (populäres Beispiel sind die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle).
Im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen wurde der Landkreis Hannover zum 1. März 1974 um das Gebiet der Landkreise Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe vergrößert. Zum 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover schließlich mit der kreisfreien Stadt Hannover zur Region Hannover vereinigt. Formal ist Hannover somit keine kreisfreie Stadt mehr, ist aber nach dem Gesetz über die Region Hannover den kreisfreien Städten gleichgestellt, sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hannover zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
Bild:Hannover_1689.jpg|Hannover um 1689 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1939.jpg|Hannover 1939 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1945.jpg|Hannover 1945 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover 2004.jpg|Hannover heute (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Eingemeindungen
Folgende Städte, Ortschaften und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Hannover eingemeindet:
- 1747: Aegidien Neustadt
- 1824: Calenberger Neustadt
- 1847: Ernst-August-Stadt (Bezirk Vorort)
- 1859: Vorstadt Hannover mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, Büteworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg, Kleefeld
- 1869: Vorstadt Ohe-Glocksee
- 1882: Königsworther Platz, Welfenschloß und Welfengarten
- 1891: Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List
- 1907: Gemeinden Stöcken, Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und Wülfel
- 1909 n. Linden: Gemeinden Badenstedt, Bornum, Davenstedt, Limmer und Ricklingen
- 1913 n. Linden: Wassergewinnungsgebiet Ricklingen
- 1920: Stadtkreis Linden mit Alt- und Neulinden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Ricklingen
- 1928: Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, Gutsbezirk Leinhausen und Marienwerder
- 1937: Teile von Bemerode und Laatzen
- 1970: Teile von Empelde
- 1974: Stadt Misburg sowie die Gemeinden Anderten, Bemerode, Wülferode, Wettbergen, Ahlem, Vinnhorst, Isernhagen-Süd, Teile von Godshorn, Langenhagen, Laatzen und Rethen
Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1190 bis zur Gegenwart sowie aktuelle Informationen zur Einwohnerstatistik der Stadt Hannover sind in dem Artikel Einwohnerentwicklung von Hannover zusammengestellt.
Religion
Die Stadt Hannover gehörte anfangs zum Gebiet des Bistums Minden beziehungsweise zum Archidiakonat Pattensen.
In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Danach war Hannover über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Katholiken und Reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein Bürgerrecht erwerben. Dennoch gab es ab 1665 wieder eine katholische Gemeinde. 1697 entstand auch eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten.
1692 entstand das Kurfürstentum Hannover und mit ihm die heutige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, deren Kirchenverwaltung in Hannover eingerichtet wurde. Ab 1815 wurde Hannover zum Königreich erhoben und das Kirchengebiet gliederte sich fortan in fünf relativ selbständige Konsistorialbezirke, darunter Hannover. 1866 wurde Hannover Sitz des Landeskonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Konsistorialbezirke waren seinerzeit in Superintendenturen eingeteilt. In der Stadt Hannover gab es zunächst vier Superintendenturen, die jedoch später zum Stadtkirchenverband Hannover vereinigt wurden. Heute gehören alle evangelischen Kirchengemeinden Hannovers, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD).
Die 1819 durch Vereinigung der 1697 beziehungsweise 1702 entstandenen französisch- beziehungsweise deutsch-reformierten Gemeinde entstandene reformierte Gemeinde Hannovers unterstand spätestens ab 1882 dem Konsistorium in Aurich, das seinerzeit oberste Kirchenbehörde aller reformierten Gemeinden innerhalb der Provinz Hannover wurde. Aus dieser Verwaltungsbehörde entstand später die heutige Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland, zu der alle (landeskirchlichen) reformierten Gemeinden Hannovers gehören. Sie sind Teil des Synodalverbands X.
Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland
Die ab 1665 entstandene katholische Gemeinde gehörte zum Bistum Hildesheim, das 1824 neu festgelegt wurde und zunächst zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), ab 1930 zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Später entstanden weitere katholische Pfarrgemeinden, die heute alle zur Region Hannover des Bistums Hildesheim gehören. Die (kirchliche) Region Hannover ist in 6 Dekanate untergliedert und umfasst in etwa das Gebiet der politischen Region Hannover. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechants ist die Basilika St. Clemens. Neben römisch-katholischen Gemeinden gibt es in Hannover auch eine russisch Orthodoxe Kirche und eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde.
Auch verschiedene Freikirchen sind in Hannover vertreten. So ist Hannover Sitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die mehrere Gemeinden in Hannover hat. An weiteren Freikirchen sind vertreten: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks, die Christus-Gemeinde Wettbergen und die Ichthys Freie Jesus-Gemeinde e.V..
Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, Die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft vertreten.
Heute (2003) gehört etwa die Hälfte der Hannoveraner einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Im Mai 2005 war Hannover wie schon 1949, 1967 und 1983 Gastgeberstadt des 30. Evangelischen Kirchentags.
Im Stadtteil Mühlenberg existiert seit den 1970er Jahren ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden beider Konfessionen unter einem Dach vereint.
Sonstiges
Hannover hat aus dem musikalischen Bereich berühmte Vertreter wie die Scorpions, Fury In The Slaughterhouse oder Heinz Rudolf Kunze hervorgebracht. Sie haben ihre Karriere in Hannover begonnen und leben z.T. hier oder in der näheren Umgebung. Mit Mousse T. ist auch die House- und Discjockey-Szene vertreten.
Politik
In Hannover ist schon seit 1241 ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitglieder bestehenden so genannten "sitzenden Rat" mit dem "regierenden Bürgermeister". Die Mitglieder des Rats wechselten jährlich am 6. Januar. Die ausgeschiedenen Ratsherren (der "alte Rat") gehörten dann zu den Geschworenen. Später änderte sich die Zusammensetzung des Rates. Ab 1699 gehörten ihm zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel "Stadtdirektor". Erst 1925 gab es einen Oberbürgermeister.
Die Calenberger Neustadt hatte eine eigene Verwaltung mit einem Vogt, später einem Gerichtsschulzen an der Spitze. Da sie erst 1710 zur Stadt erhoben wurde erhielt sie auch erst 1714 ein Ratskollegium, das bis zur Eingemeindung 1824 amtierte. Die ehemalige Stadt Linden hatte seit 1885 eine städtische Verfassung.
1885
Während der Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt Hannovers von der NSDAP eingesetzt. Auch in Hannover gab es Kriegsendphasenverbrechen. Am 6. April 1945 trieben SS-Leute drei Kolonnen ausländische Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, auf den Seelhorster Friedhof und brachten 154 Menschen um. [http://www.kueste.vvn-bda.de/blutwiese.html]
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Hannover die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Dieser trägt den Titel "Bürgermeister".
Der bereits seit 1972 amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, wurde 1996 erstmals direkt gewählt und zuletzt 2001 für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt. Er ist inzwischen der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in Deutschland.
Zuständig für die Überwachung der vom Rat beschlossenen Gesetze und Verordnungen sind von 1303 bis 1699 die so genannten Bruchmeister. Sie haben niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1710 übernehmen sie die Überwachung der städtischen Verteidigungsübungen und des städtischen Schießens, aus dessen Freischießen das heute größte Schützenfest der Welt hervorgeht. Sie tragen die Standarten der vier ursprünglichen Stadtteile Hannover und sind heute Repräsentanten der Stadt.
Stadtdirektoren, Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister Hannovers seit 1818
- 1818 - 1820: Dr. Christian Philipp Iffland, dirig. Bürgermeister der Altstadt
- 1818 - 1824: Johann Friedrich Kaufmann, Bürgermeister der Neustadt und ab 1820 Gerichtsschulze der Alt- und Neustadt
- 1818 - 1820: Ludwig Christian Zwicker, Bürgermeister
- 1822 - 1824: Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt, Stadtdirektor
- 1824 - 1843: Rudolf Wilhelm Rumann, Stadtdirektor
- 1843 - 1853: Carl Friedrich Wilhelm Evers, Stadtdirektor
- 1854 - 1882: Johann Carl Hermann Rasch, Stadtdirektor
- 1883 - 1891: Ferdinand John Georg Haltenhoff, Stadtdirektor
- 1891 - 1918: Heinrich Tramm, Stadtdirektor
- 1918 - 1924: Robert Leinert, Oberbürgermeister
- 1925: Gustav Fink, Bürgermeister
- 1925 - 1937: Dr. Arthur Menge, Oberbürgermeister
- 1937: Heinrich Müller, Bürgermeister
- 1938 - 1942: Dr. Henricus Haltenhoff, Oberbürgermeister
- 1942 - 1944: Ludwig Hoffmeister, Staatskommissar
- 1943 - 1945: Egon Bönner, Bürgermeister und Staatskommissar
- 1945 - 1946: Gustav Bratke, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1946: Franz Henkel, Oberbürgermeister
- 1946 - 1956: Wilhelm Weber, Oberbürgermeister
- 1956 - 1972: August Holweg, Oberbürgermeister
- 1972 - heute: Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren Hannovers 1946-1996
- 1946 - 1949: Gustav Bratke
- 1949 - 1963: Karl Wiechert
- 1963 - 1974: Martin Neuffer
- 1974 - 1979: Rudolf Koldewey
- 1979 - 1990: Dr. Hinrich Lehmann-Grube
- 1990 - 1996: Jobst Fiedler
Wappen
Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einem grünen Kleeblatt; Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe.
Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Kleeblatt (vorher Münzzeichen) allerdings erst ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft Braunschweig ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben rot, gelb und grün wurden 1897 durch rot-weiß ersetzt.
Städtepartnerschaften
Hannover unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bristol, Vereinigtes Königreich, seit 1947
- Perpignan, Frankreich, seit 1960
- Rouen, Frankreich, seit 1966
- Blantyre, Malawi, seit 1968
- Poznan, Polen, seit 1979
- Hiroshima, Japan, seit 1983
- Leipzig, Sachsen, seit 1987
Zwischen 1971 und 1976 bestand auch eine Städtepartnerschaft mit Utrecht, Niederlande.
Wirtschaft und Infrastruktur
Hannover ist eine bedeutende Messestadt. Jedes Frühjahr ist Hannover der Schauplatz der weltgrößten Computermesse CeBIT und der Industriemesse Hannover Messe. Im Jahr 2000 fand in Hannover die Weltausstellung Expo 2000 statt. Daneben veranstaltet die Deutsche Messe AG zahlreiche weitere bekannte Messen.
Verkehr
Deutsche Messe AG
Hannover gehört zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands. Die Stadt wird von Eisenbahnen und Bundesautobahnen aus allen Himmelsrichtungen erreicht.
Im Nordosten der Stadt kreuzen sich die Bundesautobahnen A 2 Dortmund-Berlin und A 7 Hamburg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verlaufen die A 37, A 352, B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522 durch das hannoversche Stadtgebiet. Der urbane Stadtkern wird durch einen Ring aus A 2, Westschnellweg, Südschnellweg und Messeschnellweg umschlossen
Der hannoversche Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Es existieren ICE-Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Bremen, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Während großer Messen halten einige ICE auch im am südlichen Stadtrand gelegenen Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehört ferner der Rangierbahnhof im benachbarten Seelze.
Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit S-Bahn, Stadtbahn und Bus.
Fünf S-Bahnlinien binden das Umland an Hannover an. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und mit 55 Buslinien verschiedener Verkehrsunternehmen gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des gesamten Umlands. Sie verkehren alle nach dem gleichen, gestaffelten Tarifmodell innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH).
Hannover hat ferner fünf Binnenhäfen am Mittellandkanal beziehungsweise an direkt abzweigenden Stichkanälen und auch einen internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen.
Medien
Hannover ist Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks. Direkt nebenan liegt das Landesfunkhaus vom ZDF. Als Tageszeitung erscheint in Hannover die Hannoversche Allgemeine Zeitung, sowie die Neue Presse. Beide Zeitungen werden von der Madsack Gruppe heraus gegeben. In Hannover gibt es außerdem das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Flora und den freien TV-Sender h-eins (ehemals Offener Kanal). Große Hannoversche Radiosender sind "NDR 1 Niedersachsen", "Hit-Radio Antenne" und "Radio FFN". RTL und Sat.1 betreiben in Hannover jeweils ein Nordstudio. Der Fernsehsender "TV Travel Shop" sendet ebenfalls aus Hannover. Im Jahr 2006 wird der Fernsehsender RTL Shop seinen Sitz und damit auch die Studios von Köln nach Hannover verlegen.
Ansässige Unternehmen
Köln
In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz. Unter anderem die Reifenfirma Continental AG, die VW Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Nutzfahrzeughersteller Komatsu Hanomag, die Lebensmittelindustrie von Bahlsen, das Varta-Batteriewerk und der Schleifmittelhersteller VSM. Hannover ist zudem ein wichtiger Standort für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Unternehmen, die Ihren Sitz in Hannover haben, gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen, zum Beispiel Norddeutsche Landesbank Girozentrale (NORD/LB), GE Money Bank (ehemals Allbank AG), AWD, LBS, FinanzIT, Hannover Rück, Hannoversche Leben. Hinzu kommt der bekannte Touristikkonzern TUI AG (ehemals Preussag AG). Weitgehend unbekannt ist die Firma MTU im Norden Hannovers in Langenhagen, eine weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Ein weiterer großer Arbeitgeber sind die Stadtwerke Hannover. Sie versorgen Hannover und die Umgebung mit Gas, Wasser, Wärme und elektrischer Energie. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind E.ON Energie AG, EMPG, EMGMG, EMGMKG und BEB.
Weiterhin bekannte Unternehmen sind der nicht mehr existente Fahrzeughersteller Hanomag, einer der ältesten deutschen Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck aufgekauft, 2001 geschlossen) und die Schreibwarenhersteller Geha und Pelikan.
Öffentliche Einrichtungen
Hannover ist Sitz folgender Einrichtung und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
- Bundessortenamt
- Bundesgrenzschutzamt Hannover
- Bundesvermögensamt Hannover
- Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
- Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
- Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR
- Handwerkskammer Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover sowie Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg (Weser) und Schaumburg in Niedersachsen
- Hauptzollamt Hannover
- IHK Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover und Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Northeim, Schaumburg und Osterode am Harz
- KKH - Kaufmännische Krankenkasse
- Kommunaler Schadensausgleich Hannover
- Kreiswehrersatzamt Hannover
- Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA)
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
- Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft
- Norddeutscher Rundfunk (NDR) - Landesfunkhaus Niedersachsen Hannover
- Oberfinanzdirektion Hannover
- Prüfungsamt des Bundes Hannover
- Region Hannover
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)
- Zollfahndungsamt Hannover
Bildung und Forschung
Zollfahndungsamt
Hannover besitzt folgende Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen:
- Universität Hannover in der Nordstadt; die Universität geht zurück auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur und 1968 die Pädagogische Hochschule Hannover eingegliedert.
- Medizinische Hochschule Hannover (MHH); gegründet 1965
- Hochschule für Musik und Theater Hannover; Die Hochschule geht zurück auf die Landesmusikschule beziehungsweise die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten.
- Tierärztliche Hochschule Hannover; die 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnete und 1887 zur Hochschule e | | |